Buddhistische Stadt-Praxis: Meditation und Achtsamkeit im Alltag

Viele Menschen wünschen sich mehr Gelassenheit und mehr Energie für den Alltag. Sie vermissen Momente nur für sich selbst, in denen Sie sich spüren können und nichts leisten müssen. Meditation und Achtsamkeit können dabei unterstützen, sich mitten im Leben lebendiger und gelassener zu fühlen.

Meditation im Alltag

Seit dem Frühjahr 2018 biete ich Kurse in Meditation und Achtsamkeit an. Diese Kurse basieren auf dem Konzept der „Buddhistischen Stadt-Praxis“, das meine Meditationslehrerin Dr. Sylvia Kolk vor knapp 20 Jahren in Hamburg entwickelt hat. „Stadt-Praxis“ bedeutet, inmitten des manchmal hektischen und anstrengenden Alltags, Meditation und Achtsamkeit zu praktizieren. Sich also nicht von der Welt zurückzuziehen – in eine Höhle, aufs Land oder in ein Meditationsseminar am abgeschiedenen Ort – sondern mitten im prallen Leben zu lernen, entspannter, gelassener und zufriedener zu sein.

Das Buddhistische an der Stadt-Praxis

„Buddhistisch“ ist die Stadt-Praxis, da sie auf den Lehren Buddhas fußt. Buddha hat ganz konkrete Meditationsanweisungen gegeben. Sie sind so einfach und leicht verständlich, dass ihnen jeder Mensch folgen kann. Unabhängig von kulturellem Hintergrund, Bildung oder Alter kann jede und jeder lernen, den Geist zu beruhigen und das Herz zu öffnen. Mit einer seit 2.500 Jahre bewährten Methode, die heute aktueller ist denn je.

Sylvia Kolk, die von der deutschen Meditationsmeisterin Ayya Khema zum Lehren autorisiert wurde, steht in der Theravada-Tradition. Sylvia geht es wie vielen anderen westlichen LehrerInnen aus dieser Tradition darum, die Lehre Buddhas in unsere Kultur zu integrieren und mit heutigen Anschauungen und moderner Psychologie zu verbinden. So hat sich eine alltagstaugliche, frische Lehre entwickelt, die uns hier und heute betrifft und erreicht. Religiöse Rituale oder Riten, wie sie in anderen buddhistischen Traditionen vorkommen, spielen in der Stadt-Praxis keine Rolle. Die Buddhistische Stadt-Praxis konzentriert sich auf die Integration von Meditation und Achtsamkeit in den modernen Alltag.

Die Vorteile der Meditation

  • Auszeit: Beim Meditieren nehmen wir uns eine Auszeit. Meditation ist Zeit für uns selbst – ohne Anstrengung und Druck. Eine Zeit, in der wir nichts leisten müssen. Nur Da-Sein dürfen. Das ist Urlaub für den Geist.
  • Ruhe: Wir können einmal wirklich zur Ruhe kommen.
  • „Hier und Jetzt“: Wir verweilen in der Gegenwart. Grübeln über die Vergangenheit und Planen der Zukunft fallen zeitweise weg.
  • Achtsamkeit: Meditation verändert die Wahrnehmung. Die zunehmende Achtsamkeit führt zu mehr Präsenz im Alltag – mit dem Ergebnis, dass wir entspannter durchs Leben gehen.
  • Einsicht: Wir gewinnen neue Einsichten. Mit der daraus folgenden inneren Klarheit können wir die passenden Entscheidungen treffen.
  • Emotionen: Meditation und Achtsamkeit schulen uns, nicht dem ersten Impuls zu folgen. Das hilft, einen weisen Umgang mit schwierigen Emotionen zu entwickeln.
  • Gesundheit: Zahlreiche Studien belegen, dass Meditation und Achtsamkeit einen nachweisbar positiven Effekt auf die körperliche Gesundheit haben.

Meine Motivation: Warum biete ich die Buddhistische Stadt-Praxis an?

Meditation ist seit 20 Jahren ein wesentlicher Teil meines Lebens. Seit meinem ersten Retreat 1999 habe ich viele weitere besucht. „Retreat“ bedeutet „Rückzug“. Ein Retreat ist ein Meditationskurs, der an einem ruhigen Ort stattfindet und die Möglichkeit bietet, sich für eine Woche, zehn Tage oder länger ganz aus dem Alltag zurückzuziehen. In der Stille kann man sich ganz auf die spirituelle Praxis konzentrieren, Kraft schöpfen, zur Ruhe kommen und Klarheit gewinnen. Diese intensive Form des Praktizierens schätze ich sehr. Retreats sind aber nur ein Teil der Meditationspraxis – wenn auch ein sehr intensiver. Der größte Teil der Praxis findet im Alltag statt.

Meditation im Alltag als Herausforderung

Im alltäglichen Leben zu praktizieren, habe ich stets als Herausforderung empfunden. Gerade nach einer intensiven Zeit in einem Retreat ist es mir schwergefallen, das Erlebte dauerhaft in den Alltag zu integrieren. Aus meiner eigenen Erfahrung weiß ich, wie sehr andere Menschen bei dieser Aufgabe unterstützen können. Dabei sind Begleitung, Ermunterung und Inspiration von einer Kursleiterin genauso wichtig wie von einer Gruppe Gleichgesinnter. Deshalb freue ich mich sehr, dass ich die Buddhistische Stadt-Praxis nun in Frankfurt anbieten und andere im oft vollen und lauten Alltag auf ihrem spirituellen Weg ermutigen und begleiten darf!

Kurs „Buddhistische Stadt-Praxis“ im 1. Halbjahr 2020:
Wertschätzende Kommunikation oder die Kunst der achtsamen Rede

Begegnungen mit anderen Menschen können angenehm, freudvoll und nährend sein. Mitunter sind sie aber auch schmerzhaft und schwierig. Da wir ständig im Austausch mit anderen sind und konstruktives Reden eine Kunst ist, finden in der Kommunikation die meisten Verletzungen statt. Wir sind nicht nur mit unheilsamen Kommunikationsmustern von anderen konfrontiert, sondern erkennen auch, dass unsere eigenen Muster oft wie Automatismen ablaufen und uns nicht guttun.

Wie können wir aus unseren destruktiven Kommunikationsmustern aussteigen? Wie können wir miteinander reden, so dass wir uns nah und verbunden fühlen? Wie können wir die Getrenntheit, die wir oft im Alltag erleben, in unserem Sprechen und Zuhören überwinden und Verbundenheit zum Ausdruck bringen?

In diesem Kurs wollen wir uns darin üben, achtsam, wertschätzend und mitfühlend miteinander zu sprechen. Indem wir unsere Aufmerksamkeit auf unsere Rede lenken, werden wir uns unserer unheilsamen Muster gewahr und können sie sanft verändern. Verbundenheit und Wertschätzung im Miteinander-Sprechen können erlebt und in unseren Alltag integriert werden.

Der Kurs „Buddhistische Stadt-Praxis: Wertschätzende Kommunikation oder die Kunst der achtsamen Rede“ startet am 31. Januar 2020. Er findet an fünf Abenden (freitags von 19 – 21.45 Uhr) und zwei Übungstagen (samstags oder sonntags von 10 – 17 Uhr) statt und erstreckt sich über einen Zeitraum von ca. vier Monaten.

Die Kurstreffen beinhalten:

  • Meditation (verschiedene Meditationsmethoden)
  • vertiefende Vorträge
  • Austausch über die Meditationspraxis im Alltag.

Neueinsteiger*innen sind in diesem Kurs herzlich willkommen! Für neue Teilnehmer*innen findet vorab ein Einführungsabend statt. Weitere Infos dazu siehe unten.

Übung zu Hause

Während des Kurses an sechs Tagen in der Woche 20 Minuten zu meditieren unterstützt Sie dabei, die Praxis in Ihrem Alltag zu verankern.

Beim Üben zu Hause geht es darum, individuell zu üben und die Achtsamkeits- und Meditationspraxis zu vertiefen. Dazu gibt es für die Zeit zwischen den Treffen jeweils eine Übungsaufgabe. So können Sie eigene Erfahrungen sammeln, über die wir uns beim darauffolgenden Treffen im Plenum oder in Kleingruppen austauschen. Beim Meditieren zu Hause geht es außerdem darum herauszufinden, welche Meditationsmethode für jede und jeden zurzeit die Richtige ist – und wie sich regelmäßige Meditation auf den eigenen Alltag und die Stimmung auswirkt.

Wie und worauf sitzen?

Wer ein Meditationskissen oder -bänkchen hat, kann das gerne mitbringen. Für diejenigen, die (noch) keine Sitzunterlage haben, besteht die Möglichkeit auf einem der vorhandenen Kissen zu sitzen. Für Menschen, die Schwierigkeiten haben auf dem Kissen oder Meditationsbänkchen zu sitzen, besteht selbstverständlich die Möglichkeit, auf dem Stuhl zu meditieren. Voraussetzung für die Meditation ist nicht das Sitzen auf dem Boden oder gar der Lotussitz! Empfohlen wird lediglich eine Haltung, bei der die Wirbelsäule aufgerichtet ist, damit wir wach und zugleich entspannt sitzen können.

Buddhistische Stadt-Praxis:
Wertschätzende Kommunikation oder die Kunst der achtsamen Rede

Termine 1. Halbjahr 2020

31.01. / 06.03. / 27.03. / 24.04.* / 15.05.2020, jeweils freitags von 19 – 21.45 Uhr

sowie 16.02. und 06.06.2020, jeweils von 10 – 17 Uhr.

* Mit Gastreferent Bhante Sukhacitto, der uns am 24.04. einen Einführungsabend zum Thema „Einsichts-Dialog“ geben wird. Dieser Einführungsabend ist auch für andere Interessierte offen. Am Wochenende 25./26.04.2020 besteht die Möglichkeit, in Frankfurt an einem Einsichtsdialog-Wochenende mit Bhante Sukhacitto teilzunehmen.

Sowohl der Einführungsabend als auch das Wochenende finden auf Spendenbasis statt. Teilnehmende am Wochenende sowie am Einführungsabend, die nicht beim Stadt-Praxis-Kurs im Frühjahr dabei sind, bitte ich um Anmeldung (gesondertes Anmeldeformular schicke ich auf Anfrage gerne zu).

Der Kurs „Buddhistische Stadt-Praxis“ kann im Herbst 2020 fortgesetzt werden.

Für neue Teilnehmer*innen:
Einführungsabend in die Buddhistische Stadt-Praxis

Für Teilnehmende, die neu in den Kurs „Wertschätzende Kommunikation“ einsteigen möchten und die an keinem Einführungskurs in die Buddhistische Stadt-Praxis teilgenommen haben, findet vorab ein Einführungsabend statt.

Inhalt des Einführungsabends:

  • Einführung in die Atembetrachtung und Achtsamkeitspraxis
  • geleitete und stille Meditation
  • Vortrag über den Umgang mit Schwierigkeiten in der Meditation
  • Austausch in Kleingruppen
  • Übungsaufgabe bis zum 1. Kursabend

Neben den Inhalten bietet der Einführungsabend die Möglichkeit, vorab andere Teilnehmende, die Kursleiterin, die Räume sowie den Ablauf eines Stadt-Praxis-Abends kennen zu lernen. Der Einstieg in den Kurs kann dann leicht und geschmeidig gelingen.

Der Einstieg ohne den Einführungsabend ist für Quereinsteiger*innen, die bereits eine Einführung in die Atembetrachtung von Dr. Sylvia Kolk erhalten haben, nach persönlicher Absprache möglich.

Termin:
Montag, den 20.01.2020 von 19 – 21.30 Uhr
Kosten: 20 €

Ort

Psychotherapeutische Praxis Marlene Carls
Oeder Weg 7 (Hinterhaus)
60318 Frankfurt-Innenstadt

Kosten

Die Kursgebühr beträgt 200 € (plus Spende für den 24.04.2020).
Eine Ermäßigung oder Ratenzahlung ist auf Anfrage möglich.

Information und Anmeldung

Wenn Sie Fragen haben oder sich anmelden möchten, können Sie mich gerne kontaktieren.
Tel.: 069-43 00 97 95
E-Mail: info@marlene-carls.de